
Im hinteren Teil des Grundstücks der ehemaligen Linner Synagoge steht heute noch das Synagogendienerhaus.
Am 9. November 1938 befand es sich im Eigentum der jüdischen Gemeinde und sollte zusammen mit der Synagoge zerstört werden, weil die Steine „jüdisch“ seien. Zu dieser Zeit wohnte die Familie Heinrich Hibbeln mit sechs Personen in diesem Haus. Frau Hibbeln war für die Sauberkeit der Synagoge zuständig und Herr Hibbeln war bei der Bahnpolizei. Familie Hibbeln konnte die Brandstifter davon überzeugen, dass das Haus „arisiert“ sei und somit wurde es vor der Zerstörung bewahrt.
Zur Erinnerung an die Verbrechen der Reichspogromnacht findet jedes Jahr am 9. November auf der Straße davor eine Gedenkveranstaltung statt.
