Weiße Schule

Weiße Schule im Jahre 1938 (Quelle: Der Oberbürgermeister, Stadtarchiv Krefeld)
Weiße Schule im Jahre 1938 (Quelle: Der Oberbürgermeister, Stadtarchiv Krefeld)

Die Weiße Schule ist das zweitälteste noch vollkommen erhaltene Volksschulge-bäude der Stadt Krefeld. Im Jahre 1850 wurde das Schulgebäude erbaut. Bis dahin wurde ein Schulgebäude genutzt, das sich an einem Seitenflügel der ehemaligen Kirche St. Margareta befand. Das ehemalige Kirchengebäude stürzte jedoch im Jahre 1814 ein – den Grundriss kann man hier auf dem Margaretenplatz noch erkennen.

Bis zum Jahre 1819 diente der Margaretenplatz etwa 500 Jahre lang als Kirch- und Friedhofsplatz. In der Übergangszeit 1819 bis 1852 berichtet ein Linner Gemeindeprotokoll von 1835, das heute noch vorhandene Lehrerwohnhaus (Margaretenplatz 1) als Schule genutzt wurde. Des Weiteren wurden die beiden Pädagogen, Oberlehrer Friedrich Schrey und Unterlehrer Heinrich Scheulen erwähnt. Sie hatten in winzigen Räumen (11m x 4m) 180 Schüler, davon 40 aus Oppum, zu unterrichten.

1852 wurde die Weiße Schule der Linner Bevölkerung übergeben. Das nach ihrem Anstrich benannte Schulgebäude bestand aus 4 Klassenräumen. Als diese nicht mehr ausreichten, wurde vom damaligen Linner Gemeinderat ein Neubau beschlossen und zwar die 1898 am Margaretenplatz errichtete Rote Schule. Später wurden beide Schulen durch zusätzliche Baracken erweitert.

1929/1930 wurde schließlich durch die Expansion Linns bedingt eine wesentlich größere Schule durch die Stadt Krefeld am Danziger Platz errichtet. Die Schulen am Margaretenplatz wurden von Linner Kindern bis zum Ende des 2. Weltkrieges besucht, danach wurde die Weiße Schule 1949 in Flüchtlingsdauerwohnungen umgebaut. Seit dem Jahre 1991 haben Linner Vereine von der Stadt Krefeld die ehemalige „Weiße Schule“ mit der Verpflichtung gepachtet, sie wieder bewohnbar zu machen.